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 Gibson Johnny Smith
   

Walk, don't run !

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Anmerkungen: Johnny Smith wurde 1922 in Alabama geboren. Sein Vater war ein Banjo Spieler und daher kam sein Interesse am Musizieren. Der größte Einfluss kam von Django Reinhardt und Andres Segovia.
In den späten 40er Jahren wurde er als Gitarrist von NBC in New York fest engagiert und er spielte in kleiner Besetzung ebenso wie in großen Orchestern. Er gründete ein Quintett mit Stan Getz und 1952 wurde das Top Album "Moonlight in Vermont" veröffentlicht. Zu dieser Zeit hat Johnny Smith jeden Jazz Preis gewonnen: Best Jazz Record, Metronome Poll, Jazz Critics Award etc...
Während er in New York lebte verbrachte er viel Zeit im Laden seines Freundes John D'Angelico, von dem er sich viel Wissen über Gitarren angeeignet hat. John bestärkte ihn, seine Vorstellungen in Bezug auf Klang und Bespielbarkeit zu verwirklichen.
Im Jahr 1955 schickte er eigene Konstruktionspläne an Guild Guitars N.Y. um sein Johnny Smith Modell von ihnen bauen zu lassen. Es wurden jedoch Änderungen von Guild vorgenommen, welche zu einem nicht akzeptablem Resultat für Johnny Smith führten. Daher zog er sich von Guild zurück.
Als 1961 Ted McCarty, Präsident von Gibson, Johnny Smith besuchte, schlug er ihm vor sein eigenes Modell zu entwerfen. Er ließ ihm freie Hand für die gesamte Konstruktion und das Design. Das Angebot kam ihm gerade recht, da er seine aktive Musiker Laufbahn bereits beendet hatte und ein eigenes Musik Geschäft in Colorado eröffnen wollte. Er legte alle Maße fest, welche die Gitarre haben sollte und um das Klangverhalten zu verbessern, ließ er die klassische X-Verbalkung wieder aufleben, welche Gibson bereits in den 30er Jahren angewendet hat. Sogar die Wölbung der Decke und auch die Einfassung wurde von ihm vorgegeben. Lediglich kleine kosmetische Änderungen, welche keinen Einfluss auf Klang und Bespielbarkeit hatten, wurden von Gibson gemacht und von ihm akzeptiert.
Während manche seiner Innovationen revolutionär waren, sind einige evolutionär gewesen. Smith wollte sich nicht mit 1 11/16" Sattelbreite zufrieden geben und setzte auf das großzügigere 1 3/4" Griffbrett der frühen 30er Jahre. Gleichsam führte Smith die 25" Mensur ein, um schwierige Akkorde zu erleichtern ohne eine schnelle Ansprache zu opfern und die Tiefe des Korpus wurde auf 3" reduziert. Zudem wurde die Gitarre mit dem ersten schwebenden Doppelspul - Tonabnehmer bestückt und einige optische Merkmale wurden von Gibson's Top Modellen übernommen. Der 17" Korpus und der Saitenhalter sind von der L-5C, Hals und Kopfplatte von der Super 400.
Die Kooperation mit Johnny Smith dauerte bis in die späten 80er Jahre. Die Fabrik in Kalamazoo wurde von einem Teil der Belegschaft 1986 von Gibson gekauft und daraus entstand die Firma Heritage. Heritage baute danach die Johnny Smith mit seinem Einverständnis weiter. Die Firma Gibson ihrerseits beschloss einen Nachfolger mit dem Namen "Le Grand" auf den Markt zu bringen.

Materialien: 17" breiter und 3" tiefer Korpus mit handgeschnitzter, massiven Fichtendecke, extrem geflammter Ahorn Hals und Boden, Zargen aus massivem Ahorn, Ebenholz Griffbrett mit geradem Ende und mit 14/20 Bünden, Sattelbreite ca. 44mm, Mensur 63,5cm, Einlagen am Griffbrett und Kopfplatte aus Perlmutt, Einfassung 7-fach am Korpus, 5-fach an Hals, Kopfplatte und Schlagbrett, eingefasste f-Löcher, Knochensattel, massive Ebenholz Brücke.

Hardware: Original Tonabnehmer und Lautstärke Regler, korrekte "Custom" eingravierte Abdeckung für Halsstab, original Kluson Sealfast Mechaniken, Johnny Smith Holzeinlage im Saitenhalter.

Fakten: Johnny Smith Gitarren aus den 60er Jahren sind mittlerweile nicht mehr leicht zu bekommen und eine blonde ist wahrlich sehr schwer zu kriegen. Die Serien Nr. 832XXX auf dem original orange label datiert sie auf 1969. Das Fehlen des i-Punktes im Firmenlogo auf der Kopfplatte passt eindeutig zum Herstellungsjahr und es gibt korrekterweise keinen "Made in the USA" Stempel an der Rückseite der Kopfplatte, welcher erst Anfang der 70er Jahre zu finden ist. Dieses phantastische Exemplar ist eines von nur 20 aus diesem Jahr, und nur 77 blonde wurden insgesamt im Zeitraum von 1961 bis 1969 hergestellt, jedoch 395 sunburst Johnny Smith in dieser Zeitspanne.

Zustand: Die original Lackierung ist anmutig zu einem wunderschönen honiggelb gereift. Alles ist original bis auf das Schlagbrett, das Poti und die Mini Buchse. Poti und Buchse sind noch vorhanden und können auf Wunsch mitgegeben werden. Das original Schlagbrett hat sich im Laufe der Zeit zersetzt. Die Bünde sind sehr professionell erneuert worden. Gesamtzustand 9,5 von 10. Die Vergoldung der Hardware ist glänzend und die original Mechaniken arbeiten exakt und leicht.

Bespielbarkeit: Die reinste Freude! Saitenlage ist sehr niedrig - ca. 1,5mm am 12.Bund - und ohne Schnarren. Der Hals spielt sich wie Butter, das Profil entspricht einem betonten D.

Ton: Der Klang ist sehr offen und ausgewogen mit einer sehr schnellen Ansprache. Großartig für anspruchsvolle Soli. Bei offenen Akkorden bleibt der Klang stets transparent. Akustisch ist sie sehr resonant und laut, verstärkt einfach traumhaft.

Koffer: Original Gibson Hartschalen Koffer mit gelben Plüsch. Alle Verschlüsse und Scharniere arbeiten einwandfrei.

Setup: Die Gitarre ist derzeit mit ungeschliffenen Saiten bespannt (.012-054). Die Gitarre wurde überprüft, oktavrein eingestellt, Griffbrett und Brücke wurden geölt.

Zusammenfassung: "Walk, don't run!" ist der Titel eines Songs von Johnny Smith, den man auf verschiedenste Weise interpretieren kann. In der Hektik der heutigen Zeit, was kann da erquikender sein als so ein erlesenes Instrument zu spielen und alles andere hinter sich zu lassen ? Sie ist einmalig in punkto Aussehen, Klangverhalten und Spielbarkeit. Sie hat diese gewisse Ausstrahlung, welche nur bei bestimmten Jahrgängen zu finden ist. Ohne Zweifel eine der feinsten Archtops, der wir je begegnet sind.































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