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Die Fender Geschichte
   

Die Firma Fender ist der wohl erfolgreichste und bekannteste Hersteller elektrischer Gitarren. Alles begann 1939 in Fullerton als Leo Fender einen Radio und Schallplattenladen eröffnete, nachdem er seinen Job als Buchhalter verloren hatte. In seinem "Fender Radio Service" Laden hat er auch Werbung für Reparaturen elektrischer Geräte, Musikinstrumente und Beschallungsanlagen gemacht. So kam es, dass eines Tages ein Lapsteel Gitarrist namens Doc Kauffman einen Verstärker zur Reparatur in seinen Laden brachte. Da beide einen Hang zur Tüftelei hatten entwickelten sie zusammen einen Plattenwechsler, der ihnen 5000$ einbrachte. Mit einem Teil des Geldes gründeten sie 1945 die Firma K&F (Kauffman & Fender) und sie fingen an im Hinterhof des Ladens Lapsteel und Verstärker zu produzieren.

Eine weitere wichtige Person für Fender's späteren Erfolg war Don Randall, welcher den Radio Großhandel R&TEC hatte und Leo mit Ersatzteile und Geräte versorgte. Als 1946 Doc sich aus der Firma zurückzog, gründete Leo die Fender Electric Instrument Manufacturing Co. und nun fing er an neue Produkte zu entwickeln. Kurz darauf kam George Fullerton dazu um anfangs beim PA Verleih und ab 1948 regelmässig mitzuarbeiten. Trotz der Popularität der Lapsteel Gitarren wollte Leo die Idee einer massiven elektrischen Gitarre umsetzen, bei der man keinen Resonanzkorpus hat und die trotzdem im traditionellem Stil bespielbar sein sollte, also "electric Spanish". Diese Idee verfolgten zu jener Zeit auch andere Leute u.a. Paul Bigsby und auch ein Gitarrist namens Les Paul.

Leo Fender ging 1950 mit der Esquire und Broadcaster in Produktion und da diese neuen Gitarren ihrer Zeit voraus waren, war es nicht leicht auf einer Messe mit Prototypen zu überzeugen. Im Gegenteil, sie wurden als Kanupaddel und Schneeschaufel verhöhnt und belächelt! Dennoch war diese Messe von Bedeutung, denn Al Frost von der Fa. National hat Randall darauf hingewiesen, dass das Fehlen von Stahlstäben in den Hälsen sich negativ auf die Stabilität auswirken könnte. Deshalb wurde bei der Broadcaster ab November 1950 und bei der Esquire ab Januar 1951 ein Stahlstab eingesetzt. Die anfängliche Ablehnung gegenüber den neuen Gitarren führte sogar zu Liquiditätsproblemen, da viele Musikläden zögerlich waren und nicht an deren Erfolg glaubten. Deshalb ging Leo und George in die Live-Clubs um direkt an die Musiker zu verkaufen.

Da die Fa. Gretsch bereits den Namen Broadkaster für ein Schlagzeug verwendete, wurde die Broadcaster 1951 in Telecaster umbenannt. In der Übergangszeit Februar bis ca. August 1951 hat man einfach nur den Fender Teil des Aufkleber verwendet und Broadcaster abgeschnitten. Diese Gitaren wurden später auch als "No-Caster" bekannt.

Don Randall war so überzeugt von den Fender Gitarren, dass er mit Leo 1953 die Geschäftsbeziehung in die "Fender Sales" umwandelte. Randall und seinen Vertretern von R&TEC gelang es schliesslich viele Gitarrenhändler zu ermutigen die Gitarren in den Laden zu hängen. Da einigen Gitarristen die scharfen Kanten des Esquire bzw. Telecaster Korpus nicht gefallen haben, experimentierte Leo bereits ab den frühen 50er Jahren mit Kontouren am Korpus und eine weitere Gitarre kam 1954 auf den Markt, die Stratocaster. Zu den Besonderheiten der Stratocaster zählte vor allem der geschmeidig, fließend geformte massive Korpus mit drei Tonabnehmer, das Vibrato System und die nach innen versetzte Klinkenbuchse auf der Oberseite. All das war so auf einer massiven Gitarre noch nie vorher da gewesen. Zwar gab es bereits das Bigsby Vibrato, aber einen mit Federn verbundener Stahlblock und sechs einzelnen Reitern für jede Saite, welche in beide Richtungen justiert werden konnten das gab es vorher noch nicht. Dennoch dauerte es auch hier eine Weile bis die Strat mit all den Neuerungen Begeisterung auslöste. Bei den Händlern wollte man auch sie erst gar nicht haben.

1956 kamen dann noch zwei Modelle hinzu, die Musicmaster und die Duo-Sonic. 1958 folgte dann die Jazzmaster, 1960 der Jazz Bass, 1962 die Jaguar und 1964 kam die Mustang auf den Markt. Die Produktionszahlen sind zwar nicht genau festgehalten worden, aber lt. dem damaligen Produktionsleiter Forrest White arbeiteten Ende 1964 rund 500 Leute in der Produktion und stellten wöchentlich 1500 Instrumente her. Nach seiner Aussage waren es 10 Jahre vorher also 1954 ca. 40 Instrumente pro Woche.

Als dann 1965 Fender an CBS für 13 000 000 US$ verkauft wurde, kam was kommen musste: Einige Leute wurden entlassen die Fender zu dem gemacht haben was es zu dem Zeitpunkt der Übernahme war, um an deren Stelle Leute mit Hochschulabschlüssen einzustellen, die überhaupt keine Ahnung von Gitarren hatten aber sehr studiert waren. Innerhalb eines Jahres hatte man eine Entwicklungsabteilung in einem anderen Gebäude untergebracht mit ca. 65 hochbezahlten Mitarbeitern. Hinzu kam, dass die CBS Buchhaltung alle Abteilungen in Kostenzentren aufteilte was dazu führte, dass man nicht mehr im Team zusammen gearbeitet hat wie vorher. Dadurch entstanden viele Probleme unter den Angestellten und bereits ab ca. 1968 ließ dann die Qualität spürbar nach, es wurde schlampig lackiert und es wurden gewisse Änderungen eingeführt z.B. die Drei-Punkt Halsbefestigung in den 70er Jahren, die sich als nachteilig auswirken sollten. Es folgte eine Vielzahl von Modellen, welche allesamt bereits nach wenigen Jahren wieder in der Versenkung verschwanden. Der Misserfolg hielt an und im Januar 1985 wurde Fender an eine Investorengruppe für 12,5 Millionen verkauft.

Fender produziert heutzutage in Corona Kalifornien, in Ensenada (Mexico), Süd-Korea and Japan. Leo Fender seinerseits gründete 1971 mit seinen früheren Angestellten Forrest White und Tom Walker das Unternehmen Tri-Sonic, das 1973 in Musitek, Inc. und 1974 schließlich in MusicMan umbenannt wurde, das für seine Gitarren, Bässe und vor allem Verstärker bekannt wurde. 1980 stieg er aus und gründete noch im selben Jahr mit George Fullerton und Dale Hyatt das G&L Unternehmen.


Leo Fender



Doc Kauffman
mit einer Lapsteel



Fullerton Fabrik
ca. 1966



ohne Worte



Patent Zeichnung
von 1948



Leo Fender inspiziert
einen Bass



Test einer Stratocaster
nach dem Zusammenbau



Leo Fender



Leo Fender
am Arbeitsplatz



Leo Fender
und Music Man





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